Altlasten

Umweltschutz

Altlasten – Verborgene Risiken im Boden 

Altlasten sind Verunreinigungen des Bodens oder Grundwassers, die durch frĂŒhere Nutzungen entstanden sind – zum Beispiel durch stillgelegte Industrie- und GewerbeflĂ€chen (sogenannte Altstandorte) oder ehemalige Deponien (Altablagerungen), auf denen mit umweltgefĂ€hrdenden Stoffen umgegangen wurde. Solche Belastungen können Risiken fĂŒr Menschen, Tiere und die Umwelt darstellen. Besteht lediglich der Verdacht auf eine solche Belastung, ohne dass die FlĂ€che bereits untersucht wurde, spricht man von altlastenverdĂ€chtigen FlĂ€chen.

Auswirkungen schÀdlicher BodenverÀnderungen

SchĂ€dliche BodenverĂ€nderungen entstehen durch unsachgemĂ€ĂŸen Umgang mit wassergefĂ€hrdenden Stoffen – zum Beispiel an noch aktiven Standorten oder durch SchadensfĂ€lle. Dabei können nicht nur Boden und Grundwasser verunreinigt werden, sondern auch die vorhandene Bausubstanz.
 

Besonders wichtig fĂŒr GrundstĂŒckseigentĂŒmer:
Wer ein GrundstĂŒck erwirbt, ĂŒbernimmt auch die Verantwortung fĂŒr mögliche Altlasten. Stellt sich spĂ€ter heraus, dass Boden oder Grundwasser belastet sind, kann das nicht nur zu einer Wertminderung fĂŒhren. Wenn der Verursacher nicht mehr ermittelbar ist, kann der neue EigentĂŒmer verpflichtet werden, kostenintensive Untersuchungen oder Sanierungen durchzufĂŒhren.
 

Altlasten im Blick: Gut vorbereitet bauen

FĂŒr Bauherren und GrundstĂŒckseigentĂŒmer ist es von großem Vorteil, bereits vor einer geplanten Baumaßnahme ĂŒber mögliche Altlasten oder den Verdacht darauf informiert zu sein. Technische Untersuchungen im Vorfeld, beispielsweise zur abfallrechtlichen Bewertung von Aushub- oder RĂŒckbaumaßnahmen, schaffen Planungssicherheit und helfen dabei, einen reibungslosen Bauablauf zu gewĂ€hrleisten. Ein durchdachtes Aushub-, RĂŒckbau- und Entsorgungskonzept ermöglicht es, Verwertungs- und Entsorgungsmöglichkeiten frĂŒhzeitig zu prĂŒfen und die Kosten fĂŒr belastetes Material realistisch einzuplanen.

AltlastenverdachtsflÀchenkataster

Der Kreis Recklinghausen fĂŒhrt ein AltlastenverdachtsflĂ€chenkataster. Darin sind bekannte Altlasten, altlastverdĂ€chtige FlĂ€chen und schĂ€dliche BodenverĂ€nderungen mit dem jeweiligen Bearbeitungsstand dokumentiert. ZustĂ€ndig ist die Untere Bodenschutzbehörde des Kreises Recklinghausen.

Bitte beachten Sie: Eine Altlastenauskunft gibt immer nur den aktuellen Kenntnisstand der Behörde wieder.

Wer erteilt Auskunft ĂŒber Altlasten?

Die Auskunft zum Altlastenkataster erteilt die Untere Bodenschutzbehörde des Kreises Recklinghausen.

FĂŒr die Auskunft genĂŒgt ein formloser schriftlicher Antrag mit:

 

  • Name und Anschrift des Antragstellers
  • Genaue GrundstĂŒcksbezeichnung
  • Falls nicht EigentĂŒmer: EinverstĂ€ndniserklĂ€rung des EigentĂŒmers, Kaufvertrag oder Gerichtsauftrag

Wer darf Informationen erhalten?

Nach dem Umweltinformationsgesetz erhalten auf Antrag folgende Personen Auskunft:

 

  • GrundstĂŒckseigentĂŒmer
  • Mieter und PĂ€chter
  • Sonstige Dritte mit berechtigtem Interesse

 

Liegt das GrundstĂŒck in Privateigentum, benötigen Antragsteller, die nicht EigentĂŒmer sind, aus DatenschutzgrĂŒnden eine EinverstĂ€ndniserklĂ€rung des EigentĂŒmers.

 

Bodenschutz

Bauen mit Verantwortung: Bodenschutz im Fokus

Ob Bauherr, Investor, Baufirma oder Architekt – alle am Bau Beteiligten können aktiv zum Umweltschutz beitragen, indem sie den Boden als wertvolle Ressource schĂŒtzen. Durch gezielte Bodenschutzmaßnahmen lassen sich nicht nur ökologische SchĂ€den vermeiden, sondern auch Kosten senken und spĂ€tere Reklamationen verhindern.

Auf seiner Internetseite bietet das Landesamt fĂŒr Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen umfassende Informationen zum Bodenschutz beim Bauen. Sie finden dort praxisnahe Tipps zur Planung und Umsetzung von Maßnahmen, die dabei helfen, den Boden langfristig zu erhalten und unnötige Eingriffe zu vermeiden. Informieren Sie sich jetzt, wie Sie durch verantwortungsvolles Bauen Boden und Umwelt schĂŒtzen können!
 

>> Jetzt informieren

Umgang mit Bau- und AbbruchabfÀllen

Bei Abbruch- und Renovierungsarbeiten fallen viele verschiedene AbfĂ€lle an, darunter Bauschutt, Holzreste und potenziell schadstoffhaltige Materialien. Welche Baustoffe oder Bauteile wiederverwendet werden können und wie eine umweltgerechte Verwertung oder Entsorgung erfolgen muss, ist im Einzelfall oft komplex und erfordert eine fachkundige Beratung. Daher empfiehlt es sich, vor Beginn der Arbeiten Fachleute oder zustĂ€ndige Behörden zu konsultieren. So lassen sich Fehler bei der Entsorgung vermeiden, gesetzliche Anforderungen einhalten und mögliche Wiederverwendungspotenziale besser ausschöpfen. Weitere Informationen zum Abtrag und zur Lagerung von Bodenmaterial beim Bauen finden Sie auf der Website des LANUK NRW: 


 >> Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Projekt in Castrop-Rauxel

Deponie Brandheide – Umweltschutz vor Ort

Die Sanierung der ehemaligen Deponie Brandheide ist ein Vorzeigeprojekt fĂŒr Castrop-Rauxel und zeigt unser Engagement fĂŒr Umweltschutz und nachhaltige Stadtentwicklung.

Sanierungsdetails im Überblick >>